Spiel hinter Masken

Beate Klepper Spiel hinter Masken

Roman
Broschiert, 376 Seiten
Salon LiteraturVerlag 2009
ISBN-10: 3939321192
ISBN-13: 978-3939321194

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Die Theaterwelt bietet sich als perfektes Tableau an, um das Zwiespältige, auch das Umbrüchige im Leben der Menschen im 18. Jhd. darzustellen. Dies hat die Autorin aufgegriffen.

Schauspieler lebten auf einer Schnittstelle: zwischen Glanz und Lebensanspruch der höfischen Welt, zu deren Vergnügung verpflichtet, und dem schweren Alltag als Fahrende, den Sorgen und nicht selten dem Hunger ausgeliefert. Sie mussten die Wunsch- und Traumwelt der Reichen in deren Leben transportieren, waren von der Gunst ihrer Geldgeber abhängig, was für Schauspieler oft bedeutete, ein Verhältnis mit ihren Gönnern einzugehen, was durchaus nicht gegen die vorherrschenden Moralvorstellungen der Zeit verstieß.

Italienische Komödie

Konflikte, die das ganze Leben beeinflussten, die gesamte Truppe, waren nicht ausgeschlossen. Solche Beziehungen waren oft kurzlebig, unterstrichen die Abhängigkeit. Die Verlockung war aber groß. Von solch einem Konflikt erzählt der Roman “Spiel hinter Masken” – vom Teatro Garezzi und der Prinzipalin Yolanda, die im Elbflorenz, im Dresden des Jahres 1748 entscheiden muss, ob sie Schauspielerin bleibt oder “nur” Geliebte wird.

Mitte des 18. Jahrhunderts. Das Zeitalter inszeniert sich selbst, spielt eine ewige Komödie. Yolanda, die Gattin des Principals Fausto Garezzi, beherrscht das Spiel hinter Masken. Gaukler, Taschenspieler, Hofschranzen, Minister und Grafen liegen ihr zu Füßen. Jedoch die große Zeit der Wanderbühnen geht zu Ende. Für eine neue Konzession als Hofkomödianten des Kurfürstentums Sachsen zieht sie schließlich nach Dresden und lässt sich auf eine Liaison mit dem Neffen des sächsischen Premiers ein. Alles scheint wunschgemäß zu verlaufen. Doch Graf Ludewig von Brühl ist in diesem Spiel der gegenseitigen Gefälligkeiten eine Ausnahme: Seine Liebe zu Yolanda ist aufrichtig! Hin und her gerissen zwischen der Abhängigkeit vom Einfluss des Grafen und ihrer eigenen großen Liebe zu ihrem Mann Fausto Garezzi und ihrem Theater folgt sie Brühl nach Schloss Rammenau. Dort eskaliert die Situation. Yolanda muss ihre Masken fallen lassen.